Verhütung

 

Das Uebergewicht ( Adipositas ) steht nach dem Rauchen an zweiter Stelle der vermeidbaren Krankheiten. Das Uebergewicht gilt mittlerweile als eigenständige, chronische Erkrankung, die ärztlicher Hilfe Bedarf.

 

Einteilung

Mit Hilfe des BMI (Body Mass Index) wird das Uebergewicht eingeteilt.

BMI= (Gewicht in Kilogramm) : (Körpergrösse in Meter) ²

Klassifikation BMI ( Kg / m²) Risiko von Begleiterkrankungen
Untergewicht < 18.5 gering
Normalgewicht 18.5 - 24.9 durchschnittlich
Uebergewicht / Adipositas > 25  
Uebergeicht 25.0- 29.9 erhöht
Adipositas Klasse I 30.0 - 34.9 deutlich erhöht
Adipositas Klasse II 35.0 - 39.9 hoch
Adipositas Klasse III > 40 sehr hoch

 

Gesundheitsrisiken

Zu den mit Uebergewicht / Adipositas einhergehenden Erkrankungen und Problemen gehören

  • Diabetes mellitus
  • Herkreislauferkrankungen ( Hypertonie, koronare Herzkrankheit )
  • Verschiedenen Krebsarten
  • Gastro-intestinale Störungen
  • Kurzatmigkeit
  • Rücken und Gelenksbeschwerden
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Stressinkontinenz
  • Invalidität

 

Klinische Bedeutung der Gewichtsabnahme

Selbst eine moderate aber dauerhafte Gewichtsabnahme von 5-10% ist mit deutlichen Gesundheitsvorteilen verbunden. Eine Gewichtsreduktion in diesem Bereich ist ein realistisches Ziel.

 

Die fünf Säulen der Adipositas - Therapie

  • Diät und Ernährungsumstellung
  • Verhaltenstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Medikamentöse Therapie
  • Chirurgische Therapie

 

Ernährungsumstellung

Im wesentlichen ist die Adipositas Folge eines falschen Essverhaltens. Deshalb ist die Ernährungsumstellung Grundlage der Therapie.. Fasten und Crash-Diäten führen kaum zur Abnahme der Fettmasse und eignen sich nicht für eine längerfristige Gewichtsreduktion. Der gefürchtete Jo-Jo Effekt ist vorprogrammiert.
Eine kalorienreduzierte, kohlehydratreiche Mischkost ist ernährungsphysiologisch sinnvoll. Eine ausgewogene Nahrungszusammensetzung sollte ca. 800- 1200kcal enthalten. Ideal ist die gezielte Reduktion der Nahrungsfette. Der vorübergehende Einsatz von Formuladiäten ( z.B. Pre Con ) führen erwiesenermassen zu einem schnelleren Gewichtsverlust. Wichtig ist auch die begleitende Ernährungsberatung, die die Umstellung des Essverhaltens unterstützt.

 

Verhaltenstherapie

Essen ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Niemand kann einfach mit dem Essen aufhören. Ernährungsberatung ist daher immer auch Verhaltenstherapie.
Im Gespräch lernt der Patient sich realistische Ziele zu setzten. Auch moderate Gewichtsverluste sind als Erfolg anzusehen. Erfolg stabilisiert, Misserfolg destabilisiert. Wichtig ist auch keine rigiden Verbote auszusprechen, sondern eher flexible Kontrollmechanismen zu verwenden. ( zB statt nie wieder Schokolade; eher statt sieben Tafeln nur vier Tafeln / Woche ) .

 

Bewegungstherapie

Nicht nur durch zu hohe Kalorienzufuhr sondern auch durch ungenügende Verbrennung resultiert Uebergewicht. Entscheidend ist dabei nicht der direkte Verbrauch an Kalorien sondern die Umstellung des Stoffwechels,der zu einer vermehrten Fettverbrennung führt. Die Art der sportlichen Bewegung ist weniger wichtig als die regelmässige und langfristig durchgeführte körperliche Aktivität ( zB ca 30 min dreimal wöchentlich. )

 

Pharmakotherapie

Im Moment sind zwei innovative Substanzen auf dem Markt. Mit Xenical ® wird die Fettresorption aus dem Magendarmtrakt vermindert. Das Medikament wirkt lokal. Xenical ® führt durch die bei zu fettreicher Nahrung auftretenden unangenehmen Fettstühle auch zu einer Verhaltensänderung.
Im Gegensatz dazu wirkt Reduktil ® im zentralen Nervensystem also dort wo Hunger entsteht. Es dämpft das Hungergefühl und führt zu einem schnelleren Sättigungsgefühl. Dies führt zu einer verminderten Nahrungsaufnahme.

 

Chirugische Massnahmen

Chirurgische Massnahmen sollten ab BMI 40 in Erwägung gezogen werden. Therapie der Wahl ist das Gastric Banding ( Magenband ). Es erlaubt nur noch kleine Mahlzeiten zu essen und führt so zu beeindruckenden Gewichtsreduktionen.
Fettabsaugen und Fettschürzenplastiken sind keine chirurgischen Massnahmen zur Therapie der Adipositas sondern ästhetische Eingriffe bei Fettverteilungsstörungen.

 

Gewichtsreduktionssprechstunde

Jeweils Dienstag von 17.00 - 19.00 Anmeldung über E-Mail oder Tel: 062 293 66 33

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Dr. Med. Peter Scott
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